Die Gegner // HEIMSPIELWOCHENENDE

Großer Kader, hausgemachte Probleme

Ähnlich positiv wie beim SC Willingen ist die Situation beim Melsungen FV. Mit 15 Punkten hat der morgige Gast als Tabellensiebter nur zwei Zähler weniger eingesammelt. Grund ist auch dort der breitere, bislang von Verletzungen verschont gebliebene Kader. „Wir haben 23 Mann und können in jedem Training mindestens neun gegen neun spielen“, freut sich Torwart Sascha Beetz, „da können wir viel probieren“. Während der 34-Jährige aktuell wieder die Nummer eins ist, kommt sein Spielertrainerkollege Timo Rudolph nur noch sporadisch zum Einsatz, „wenn in der Abwehr Bedarf ist“.

Peu à peu nach oben

Ganz wichtig für Beetz ist, „dass unsere Schlüsselspieler in einer ganz anderen körperlichen Verfassung sind als in der vergangenen Saison“. Alle Mann sind fit, sei es Torjäger Mario Kilian, Christoph Grunewald, Nick Krug oder hinten in der Viererkette Kapitän Hendrik Schmidt. Damit kann das Trainer-Duo – wie übrigens Kollege Uwe Schäfer – ordentlich rotieren und die nötigen Verschnaufpausen gönnen.

Das Saisonziel vom Vorstand lautet einstelliger Tabellenplatz. „Nach sieben Jahren Verbandsliga wollen wir uns peu à peu weiter nach oben orientieren“, formuliert es Beetz. Daran soll auch morgen im Hoppecketalstadion weiter gebastelt werden. „In Willingen ist es immer schwierig gegen die große und robuste Truppe“, hofft der FV-Torwart, dass es seiner Mannschaft gelingt körperlich dagegenzuhalten. Bislang ist das auswärts gelungen: Zwei Siege, drei Unentschieden, keine Niederlage.

Der RSV Petersberg hat das gleiche Ziel wie die meisten Aufsteiger: Klassenerhalt. „Wir wussten, dass es schwer wird“, sagt Abteilungsleiter Mathias Lissek, „aber einige Probleme sind hausgemacht“. Etwas angefressen schiebt er nach, „nur aufsteigen und die Meisterschaft feiern ist einfach zu wenig“. Den bislang nur zwei Siegen gegen Schwalmstadt (5:0) und Hessen Kassel II (2:1) stehen schon acht gegenüber. „Die Vorbereitung war nicht akzeptabel“ seien immer wieder Leistungsträger im Urlaub gewesen. „Und jetzt sind einige permanent verletzt“, sieht Lissek das als direkte Folge. Beim jüngsten 0:5 in Weidenhausen haben gleich fünf Stammkräfte gefehlt.

„Es war grausam“

Ausdrücklich nimmt der sportliche Leiter den Aufstiegstrainer Goran Gajic in Schutz. Der muss auch leidensfähig sein. „Es war grausam, unserem Spiel zuzugucken“, kommentierte der 49-jährige Coach den Auftritt in Weidenhauen. Zuvor hatte sein Team nur beim 0:3 in Flieden einen ähnlich desolaten Eindruck hinterlassen.

Ungeachtet der unbefriedigenden Situation glaubt Lissek noch an den Klassenerhalt. „Der Kader ist eigentlich groß genug und hat auch Qualität.“ Für die richtungsweisende Partie gegen Baunatal und dann in Willingen hofft er auf die Rückkehr zum Beispiel von Leitwolf Boris Aschenbrücker. (ni)

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