SCW-Planungen stehen // Hessenpokalfinale

Vor der Sommerpause will Uwe Schäfer am Mittwoch aber noch den Kreispokal holen

Willingen. Verständlicherweise ging der Blick zunächst mehr zurück als nach vorn. Bei einigen Kaltgetränken haben die Verbandsliga-Fußballer des SC Willingen am Sonntag nach dem 0:2 gegen Sand den Klassenerhalt genossen. Bevor sie die Saison beenden können, wartet am Mittwoch (19 Uhr) in Rhena noch das zum zweiten Mal angesetzte Kreispokalfinale gegen die SSG Ende/Nordenbeck – der erste Versuch endete Anfang September im Abbruch wegen Dunkelheit beim Stand von 1:1 nach 105 Minuten.

„Die Stimmung war nicht so wie nach einem Sieg, aber die große Erleichterung war überall zu spüren“. berichtete Trainer Uwe Schäfer. Offiziell verabschiedet wurde André Gutmann, der nach drei Jahren beim SCW Spielertrainer der SG Münden/Goddelsheim wird. „Das war eine überragende Zeit hier mit den Jungs und dem Umfeld“, sagte der 28-jährige Offensivspieler, dem Abteilungsleiter Matthias Wilke ein kleines Abschiedsgeschenk überreichte. Im Pokalfinale trägt Gutmann das letzte Mal das SCW-Trikot.

Die Favoritenrolle als Verbandsligist gegen den Gruppenliga-Absteiger nehmen die Upländer an. „Und ich will das Finale auch gewinnen, ganz klar“, unterstreicht Schäfer, „aber ich weiß nicht, ob es noch reicht.“ Die drei Monate Abstiegskampf nach der Winterpause haben enorm an den Kräften gezerrt. „Und Ense hat in den letzten Wochen sehr gut gespielt und gepunktet“, erwartet der Coach einen motivierten Gegner.

21 Spieler im neuen Kader

Die Personalplanung für die nächste Saison steht laut Schäfer soweit. Neben Gutmann wurde Sebastian Kesper Richtung Reserve verabschiedet, er will kürzer treten und nur in Notfällen noch auflaufen. Ein Fragezeichen steht hinter Christof Grosser, der demnächst die Meisterschule in Arnsberg besucht. Bei Winter-Zugang Visar Kodra stehen die Zeichen auf Trennung.

Alle anderen Akteure haben zumindest für ein weiteres Jahr zugesagt. Dazu kommen Jan-Henrik Vogel, der nach sechs Jahren aus Korbach zurückkehrt, und Torwart Lukas Wilke aus der A-Jugend des SV Brilon. „Ich habe 21 Leute im Kader“, sagt Uwe Schäfer, der die Langzeitverletzten Max und Philipp Ullbrich ebenso als „Neuzugänge“ rechnet, wie Daniel Wilke, der berufsbedingt kaum gespielt hat und jetzt wieder mitmischen will. Schäfer gönnt sich und seinem Team nun drei bis vier Wochen Erholung. Dann beginnt schon die Vorbereitung auf die am 30/31. Juli beginnende Saison 2016/17.

Von Manfred Niemeier www.wlz-online.de
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