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Vogels Freistöße zur rechten Zeit // SCW 3:0 Neuhof

SC Willingen erarbeitet sich 3:0-Sieg gegen spielstarken SV Neuhof – Zweite Halbzeit in Überzahl

Von Manfred Niemeier

Willingen. Gegen seine Standards war kein Kraut gewachsen. Jan-Henrik Vogel bereitete mit zwei Freistößen die ersten beiden Treffer des SC Willingen vor und er hatte auch beim 3:0 (1:0)-Endstand gegen den SV Neuhof seinen starken linken Fuß im Spiel.

Von einem leichten Gang zu den Verbandsliga-Punkten 14 bis 16 konnte freilich keine Rede sein. Die spielstarken Osthessen kamen mit dem starken Dauerregen, tiefem Boden und einigen mit Pfützen übersäten, kaum bespielbaren Ecken zunächst besser zurecht. „Wir sind zu passiv, mehr Zuordnung“, rief Uwe Schäfer schon bald an der Linie. Später erzählte der SCW-Trainer, dass es ihn nicht erstaunt habe, dass seine Truppe sich das Leben selbst schwer gemacht hat. „Mit so einem Spiel in den Knochen“, dachte er an den Pokalcoup unter der Woche gegen Watzenborn-Steinberg, „und den schwierigen äußeren Bedingungen habe ich damit gerechnet“.

Innenpfosten verhindert 1:1

Bis der Drittletzte das erste Mal gefährlich wurde, dauerte es freilich bis zur 27. Minute. Bis dahin hatten Christoph Keindl und der für den verhinderten Matthias Bott auf die Sechserposition agierende Patrick Wissemann die Löcher zusammen mit der Viererkette doch immer wieder stopfen können. Beim Drehschuss von Neuhofs Spielertrainer Radek Görner um den Winkel war aber viel Glück dabei (27.).

Nur 60 Sekunden später rappelte es dafür auf der Gegenseite. Zwar war der Spielaufbau zunächst noch mangelhaft, aber es gibt ja Jan-Henrik Vogel, dessen Ecken und Freistöße derzeit eine „Waffe“ sind. Einen dieser ruhenden Bälle zog er mit seiner linken Klebe aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum, Steffen Butterweck sprang am Fünfer höher als der zögerliche Torwart Ahmed Hadzic - 1:0 (28.).

Nach der Gelegenheit für Eric Kroll, als Tomislav Labudovic in höchster Not fünf Meter vor dem Tor rettete (35.), hatten die Upländer drei Minuten später das nötige Quäntchen Glück. Nach einer gegen die schläfrige SCW-Defensive schnell ausgeführten Ecke sprang der Schuss von Bartosz Stachelski an den hinteren Innenpfosten und von da in die Arme von Torwart Yannick Wilke (38.).

Notbremse gegen Heine

Fast mit dem Pausenpfiff traf Alexander Bär, dem Nebenmann von Görner an der Linie, die Vorentscheidung. Florian Heine wurde von Christoph Keindl steil geschickt, der Ex-Altenlotheimer kam, von Tomislav Labudovic an der Schulter gehalten, 25 Meter vor dem Tor zu Fall - „Rot“ für den Neuhofer Innenverteidiger wegen Notbremse. „Ich hätte die nicht gegeben“, ärgerte sich Bär. Aber alle Proteste halfen nichts, Schiedsrichter Daniel Losinski blieb nach Rücksprache mit seinem Assistenten dabei. Für Schäfer genau die richtige Entscheidung, „denn die Hand hat da oben an der Schulter nichts verloren“. Mit der großen Chance für Mateo Duvnjak, der frei im Strafraum weit daneben zielte, begann der zweite Durchgang. Vier Minuten später trat wieder Vogel auf den Plan. Wieder zog er einen Freistoß aus der Verlängerung des Strafraumecks rein und diesmal köpfte mit Raphael Mütze der andere Innenverteidiger das Spielgerät mit Wucht in die Maschen - 2:0 (50.).

Die beruhigende Führung und der Gegner in Unterzahl spielte den Willingern für ihr schnelles Umschaltspiel nun in die Karten. Einige aussichtsreiche Konter wurden noch leichtfertig und hektisch vertan, dann aber machte Max Ullbrich nach erneuter Vorarbeit von Vogel und über Eric Kroll mit dem 3:0 frühzeitig den Deckel drauf (66.). „Das ist eine abgezockte Truppe, die hat das dann über ihre schnellen Leute clever gemacht“, lobte Bär die Gastgeber, „so wird Fußball gespielt“. Weitere gute Möglichkeiten, sei es für Wissemann, Ullbrich oder Giovanni Struijk, wurden liegen gelassen. Dabei verpasste es der unermüdlich ackernde Vogel aus 16 Metern, als er an Hadzic scheiterte, seine Leistung zu krönen (82.). „Er ist durch ein Loch gegangen“, freute sich Schäfer, dass sein Spielgestalter wieder zu alter Stärke gefunden hat. Und dessen Standards haben diesmal den Unterschied gemacht.

  • Jäger
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